zurück
 

4.Oktober bis 3.November 2002

Nandl Eska: Keramik

NANDL ESKA: KERAMIK
EVA GRAML-LÖSCHE: TEXTILES.
Ausstellung im Stadtmuseum Penzberg, Karlstr. 61, 82377 Penzberg
4.Oktober bis 3.November 2002 DO 14 – 20, SA 14 –17, SO 11- 17
Eröffnung am Freitag 4.Oktober um 19 Uhr
__________________________________________________________________

Im Ausstellungsprogramm der KUNSTZECHE Penzberg e.V. galt von Anfang an dem Kunsthandwerk besondere Aufmerksamkeit. Bereits seit den ersten Themenausstellungen 1998 „Bewegung“ und „Werkstoff Stoff“ waren schon einzelne Arbeiten von Nandl Eska und Eva Graml-Lösche in unseren Ausstellungen zu sehen. Ihre umfangreichere Präsentation jetzt ist ein Glücksfall für das Stadtmuseum.

Mit Nandl Eska aus München stellt eine der großen deutschen Keramikerinnen in Penzberg aus. Sie erhielt in diesem Jahr den Dießener Keramikpreis, der jedoch nur eine unter den vielen Auszeichnungen ist, seit ihr 1975 der Jahrespreis der Dannerstiftung zuerkannt wurde. Vieles, was sich in diesem Zeitraum als stilbildend für die keramische Kunst erwies, kam aus ihrer Werkstatt. Ausstellungen im In- und Ausland, Arbeiten im öffentlichen Raum, sowie Ankäufe ihrer Arbeiten von Museen – so z.B. des Hamburger Museums für Kunst und Gewerbe oder des National Museum of History, Taipei,Taiwan - zeigen die Wertschätzung ihrer Kunst.

Auf welche extreme Weise Nandl Eska versucht, die technischen Grenzen des Materials „Ton“ auszuloten, geht aus der Würdigung der in Dießen auszeichneten Schale hervor. „In ihrer Farbigkeit, Leichtigkeit, Fragilität geht sie an die Grenze des Möglichen und Machbaren. Die Schale besteht nicht mehr aus Ton oder Porzellan, sondern nur noch aus einer Glasur - und zwar aus jener Glasur, wie sie im alten Ägypten aus Pflanzenasche gewonnen und zur Dekoration von Schmuckperlen verwendet wurde.“
Doch geht es nicht nur darum, die hauchdünne Quarzkeramik technisch in Form zu halten. Die klassischen, einfachen und subtilen Formen auch ihrer anderen Schalen sind vielmehr vollendete Beispiele keramischer Gestaltung. Ganz andere Möglichkeiten bieten zudem die großen baukeramischen Arbeiten, wie Tischplatten oder Kachelöfen. Hier kommt es besonders auf die Raumwirkung der Objekte an. Auch bieten ihre großen und großzügig gestalteten Flächen den Malgrund für die keramischen Glasuren. Die Platten sind komponiert wie Bilder: gezielt werden Farb- oder Edelmetall-Akzente auf die durch den Fluß der Glasur und vielfachen Brand strukturierten und nuancierten Flächen gesetzt.

Alle Fotos dieser Ausstellung wurden von Ralf Gerard angefertigt