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Als Museum eröffnet wurde das Haus im September 1994 anläßlich der Feiern zum 75jährigen Bestehen Penzbergs als Stadt. Als ehemalige Bergarbeiterkolonie der Gemeinde St. Johannisrain wurde Penzberg erst 1911 mit einem eigenen Namen ausgestattet. Wenige Jahre später, 1919, folgte dann auch die Erhebung der Gemeinde zur Stadt. Als dies 1994 als runder Geburtstag gefeiert wurde und als einer der Höhepunkte dieser Feiern die Einweihung eines eigenen Museums bildete, da lag hinter dem Gebäude selbst bereits ein lange Geschichte.

1873 als Bergarbeiterhaus erbaut diente das Haus ursprünglich einmal der Unterbringung von immerhin sechs Familien. Knapp hundert Jahre später, nach der Schließung des Bergwerks 1967, wurde es an die Neuapostolische Gemeinde verkauft. 1984 wurde dann die Stadt zum neuen Besitzer des Objekts. Als fünf Jahre später alle Mieter ausgezogen waren, entschied man sich für eine völlig neue Nutzung: Mit viel Mühe und Liebe zum Detail wurde das Haus von Grund auf saniert und zum Museum umgebaut. Und so präsentiert es sich heute mit einer Kombination aus Dauer- und Wechselausstellungen, die in den ersten vier Jahren, 1994 bis 1998, bereits 6000 Besucher anzog.

Nach einer ersten Phase des Aufbaus war die Stadt seit 1997 bestrebt, das kulturelle Angebot des Museums weiter auszubauen. Den Auftakt dazu bildete 1997 die Veranstaltung einer historischen Ausstellung anläßlich des 120jährigen Gründungsjubiläums der Freiwilligen Feuerwehr Penzberg. Gefolgt wurde diese von einer großen Skulpturenausstellung, bei der die Arbeiten dreier Bildhauer aus Penzberg und Umgebung im Museum und auf den Straßen der Stadt gezeigt wurden. Ein Folge dieser Kunstausstellung bestand in dem Zusammenkommen einer Gruppe kunstinteressierter Bürgerinnen und Bürger, die 1998 den Verein "KUNSTZECHE e. V." gründeten.

Im Zusammenspiel von Stadt und Verein wird in den letzten Jahren das Haus nahezu rund ums Jahr bespielt. Kunstausstellungen und Präsentationen zur Stadtgeschichte wechseln dabei einander ab. Höhepunkte dieses für Penzberg neuen und überaus bereichernden Angebots waren die Ausstellung zur Stadtgeschichte im Sommer 2001 und zu Heinrich Campendonk im Sommer 2002. Letztere zog über 6000 Besucher ins Haus - in einem Jahr so viele wie in den ersten vier Jahren des Museums!

Stadtmuseum Penzberg
Konzept